Veranstaltungen

Freitag, 1. Oktober 2021

[slʌgɪzm] Salon der Langsamzeit

Salon der Langsamzeit

Es rauscht. Deine Sinne brauchen einen Moment um im Salon anzukommen. Du nimmst eine Bewegung neben dir wahr – eine wurmartige Gestalt bewegt sich langsam auf dich zu. Sie heißt dich willkommen.

In [slʌgɪzm] Salon der Langsamzeit erforscht Büro Burandt die Phänomene des Rauschens, sowie des glitch. Der glitch nach Legacy Russell wird als eine positive Unterbrechung der gegebenen patriarchalen, heteronormativen, hyperkapitalistischen Weltordnung und deren linearer Zeitauffassung verstanden. Unbeschreiblich, weil zeit- und räumlich in ständigem Wandel, entzieht er sich jeglicher Kategorisierung. In [slʌgɪzm] verlieren sich Jetzt, Gleich, Hier und Dort in einem glitschigen, wabernden Zwischenraum. Rauschen wird als physikalische Störgröße in der digitalen
Kommunikation und als auditives Ereignis sinnbildlich für Veränderung und Geschwindigkeit untersucht. Im Multiversum des Salons wird es zu einem sich überlagernden, vielzüngigen Flüstern, einem polyphonen Kopf-füßler* innenchor.
Ausgehend von diesen Phänomenen eröffnet [slʌgɪzm] alternative, feministische Zeit- und Raumkonzepte im Analogen, Digitalen und Dazwischen. Ansätze aus Techno- und Cyberfeminismus, vornehmlich von Legacy Russell, Donna Haraway und Karen Barad, werden spielerisch in eine neue Welten(un)ordnung übersetzt.

[slʌgɪzm] ist ein begehbares Hörspiel: Einzelne Objekte interagieren über Physical-Computing Soft- & Hardware mit den Besucher*innen und laden mit Sound, Text und Licht zum Verweilen, Zuhören und Einsinken ein. Zwei Performerinnen führen durch den Abend. Dauer: ca. 70 Min., in dt. Sprache. Die Installation ist leider nicht barrierefrei zugänglich.

BÜRO BURANDT wurde 2017 gegründet und besteht aus den Schwestern Franca Luisa und Carolina Burandt. Eine erste gemeinsame Arbeit wurde im Rahmen der miniaturen 2018 im Bremer Theaterkontor aufgeführt. Büro Burandt interessiert sich für Zwischenräume und -zeiten und Verschränkungen im Sinne des Neuen Materialismus und feministischer Theorien. Büro Burandt arbeitet zwischen Hamburg, Berlin und der Schweiz.

Konzept, Performance, Sound und Text: BÜRO BURANDT (Carolina Burandt, Franca Luisa Burandt)/Bühne: BÜRO BURANDT & Nik Brandl/Kostüm: BÜRO BURANDT & Johanna Winkler

Mit herzlichem Dank an: Ernst Busch – Hochschule für Schauspielkunst Berlin, deiner-meiner
Atelier, Schaumstoff Lübke, Der Schaumstoffladen Berlin, lang & breit, Uwe Martin und QUARTIER
Bremen

Infos und Tickets unter lichthof-theater.de

Vergangene Veranstaltungen

Samstag, 18. September 2021

Offene Ateliers am Kraftwerk Bille

Atelier Svenja Maaß

Der Berufsverband bildender Künstler*innen Hamburg BBK lädt am 18. und 19. September zu den "Offenen Ateliers" ein. Einige Ateliers im Zählerwerk am Bullerdeich 12-14 haben für Sie am Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

https://www.bbk-hamburg.de/offene-ateliers-2021/

Foto: Svenja Maaß

Freitag, 10. September 2021

Tag des offenen Denkmals 2021: Tanzperformance BARDO

Bardo_Hoops

BARDO - Die Begegnung zwischen Nirvana und Reinkarnation

Eine Tanzinszenierung von Jasmine Fan |10.-11. September um 20 Uhr

BARDO verbindet Tanz, Film, Live-Stream und Choreografie zu einer fließenden Form von Dokumentation und Performance. Tanzende Kamerabewegungen lassen das Publikum in die Geschichte der Begegnung einer jungen Seele und ihres Lehrers im Übergangsreich des tibetischen Bardo, einem Ort zwischen Himmel, Hölle und Wiedergeburt, eintauchen. Während die Seele vor der Wahl zwischen Wiedergeburt oder Auflösung im Nirvana steht, werden die flüchtigen Feinheiten seiner verschwommenen Gedanken mit einer One-Shot-Kamera eingefangen, die sich nahtlos in die Bewegung der Performer einfügt.

Tickets: 15€ über tanzahoi.org/tickets

Konzept/Choreografie/künstlerische Leitung: Jasmine Fan
Performer*innen: Damien Fournier, Victor Mateos Arellano, Isabella Boldt, Tien Yi-Wei,Kai-Chun Chuang, Janan Laubscher, Nils Löfke
Kamera: Martin Lukas
Komposition/Sound Design: Lorenzo Romano
Kostüm Design: Julio Escudero
Bühne Design: Yi-Jou Chuang
Assistentin Bühne Design: Mu-Heng Tsai
Lichtdesign/Photography: Tobias Hoops
Technische Leitung: Doria Worden
Ton Techniker: Robert Prior
Stream/Video Technikerin: Diana Sanchez
Produktionsleiter: Jesse Oesterling
Dramaturg: Jean-Claude Mondot

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste #TakeAction foundation
Dank an Epson, pflanzmich.de, Classhof Dittmern, Galerie Stobbe · Paidere · Mondot

Foto: Tobias Hoops

Freitag, 3. September 2021

HAUPTSACHE FREI #7 - Festival der Darstellenden Künste Hamburgs

HF_Visual_1- copyright-Jana Schwinkendorf & Lukas Siemoneit.

Wir freuen uns, dass HAUPTSACHE FREI 2021 auch im Kraftwerk Bille zu Gast ist!

Programmübersicht

Freitag, 03.09.2021

ab 17 Uhr
Medieninstallation FUTURE DREAMS 2021 — Barbara Schmidt Rohr & Daniel Hengst

17-18.30 Uhr
Impulsvortrag + Workshop „Call for Access“ | Digital Arts Culture

18-19.30 Uhr
Workshop Arbeitsgruppe Hamburger Festivals: Hauptsache divers? - Diskriminierungskritische Kulturpraxis in der Freien Szene gestalten

21 Uhr
Bühne: WHO IS RESPONSIBLE (WIR)? — Israel Akpan Sunday

22 Uhr
Bühne: Love Song | Daniel Dominguez Teruel


Samstag, 04.09.2021

10.30 Uhr
Probeneinblick bei BLINDE PASSAGIERE

14 Uhr
Lernen aus dem Lockdown

16 Uhr
Neue Strukturen für die Freien Darstellenden Künste Hamburgs! Fachpublikum

ab 18.30 Uhr
Medieninstallation FUTURE DREAMS 2021 — Barbara Schmidt Rohr & Daniel Hengst

20.30 Uhr
Choreographie: Platz nehmen — Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG)

22 Uhr
Love Song | Daniel Dominguez Teruel

23 Uhr
Fathoeburger x Don Jegosah in Space | Preach aka Fathoeburger & Don Jegosah

Infos und Tickets unter hauptsachefrei.de

Montag, 23. August 2021

Nils Mohl: Unfreiheit ist eine dicke Robbe an Land

Schauspielhaus, Foto: Marie Petzold
 
Im April 2020 startete das Projekt "Grenzen überwinden – auf der Suche nach Freiheit" des Deutschen Schauspielhauses. Per Zoomkonferenzen diskutierten die Jugendlichen über persönliche Freiheiten und Grenzen, schrieben Texte und drehten Videos. Auf Grundlage dieser digitalen Treffen entstand "Unfreiheit ist eine dicke Robbe an Land". Es erzählt die Geschichte von Figuren, die ihren festgeschriebenen Rollen entfliehen wollen und Charakteren, die in ihren Geschichten nicht mehr gebraucht werden. An einem geheimen Ort treffen die Aktivist*innen und Ausgemusterten unfreiwillig aufeinander und stehen nun vor einer wichtigen Entscheidung: Wagen sie den Sprung durch die Drehtüren in die lang ersehnte Freiheit? Ernste Zweifel kommen auf: Können sie der Unfreiheit je entkommen? Wollen sie das überhaupt? Und wo bleibt nur der Arzt?

Leitung | Frederic Lilje, Gesche Lundbeck, Marie Petzold
Ausstattung | Marion Schindler
Foto | Lilli Pape
 
Aufführungen am 23., 24. und 25. August 2021 um 20 Uhr
Kraftwerk Bille, Bullerdeich 12, 20537 Hamburg
Tickets unter: schauspielhaus.de

Das Projekt wird von der Vertical Stiftung gefördert.
Samstag, 14. August 2021

Tyler Durden muss sterben

Tyler Durden muss sterben

Ein Aufzug. Eine Umkleidekabine. Eine alte Boxhalle. Ein zufälliges Zusammentreffen. Oder doch Schicksal? Disney, Wespe, Chanel und Tarot haben es satt. Unfaire Weltordnung, sexistische Gesellschaft, ein Millionenpublikum für die Meinungen des immer gleichen mittelmäßigen Mannes. So erschaffen sich die Frauen ein männliches Sprachrohr in die Welt: Tyler Durden, Repräsentant für all ihre Wut, ihren Frust und den Wunsch nach Veränderung. Das fiktive Alter Ego aus der Popkultur wird über Nacht zum Medienstar, dessen Fans in seinem Namen endlich den Aktivismus unterstützen, den sich die Frauen erträumt haben. Doch sich in das Kostüm des Mannes zu hüllen fällt zunehmend leichter, als es wieder abzulegen...

Die Paper Street Soap GbR, bestehend aus den Kulturwissenschaftlerinnen und Künstlerinnen Hannah Ehlers und Ulrike Czogalla, hat im Team mit den Autorinnen Fionna Frank und Lara de Simone die Idee eines Fight Clubs erarbeitet, der von Frauen erschaffen wird. Dabei stellen sie sich Fragen zur Bedeutung von Geschlecht in der ursprünglichen Geschichte, dem Ausdruck von Männlichkeit und den Auswirkungen der Gründung eines Fight Clubs auf eine Gruppe von nicht männlichen Figuren. Unter der Regie von Dominik Günther alias Nik Neandertal, erwacht das Skript von Fionna Frank in den Händen der Schauspielerinnen Kristina Nadj, Ponny Distakul, Hannah Ehlers und Nina Sarita Balthasar energisch, humorvoll und sportlich zum Leben.

Ort: Kraftwerk Bille/Kesselhalle
Datum: 14.,15.,17.,18. August 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Tickets: 15€, 9€ ermäßigt
Reservierung unter: TylerDurden-paperstreet@web.de
Dauer: 90 min.

Produktionsleitung: Ulrike Czogalla, Hannah Ehlers / Regie: Dominik Günther / Regieassistenz: Cora Eder / Stückidee:
Lara de Simone, Fionna Frank / Skript: Fionna Frank / Schauspiel: Hannah Ehlers, Kristina Nadj, Nina Sarita Balthasar,
Ponny Distakul / Kostüm: Gunna Meyer / Fotografie: Johanna Fritzen

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Status dieser Veranstaltung sowie die geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Hamburger Kultursommer am Kraftwerk Bille

Hamburger Kultursommer

Im Rahmen des Hamburger Kultursommers finden vom 29. Juli bis einschließlich 15. August 2021 diverse Konzerte, Workshops, Freiluft-Kunst, Performances und Diskussionsformate am Kraftwerk Bille statt. Das gesamte Kultursommer-Programm ist online einsehbar. Wir wünschen einen schönen Sommer!

Helga Lang: Pure Energie

Helga Lang: "Pure Energie", Bespielung der Außenfassade des Zählerwerks, 5 Motive je 140cm x 160cm/Digitaldruck auf PVC-Plane auf Rahmen gespannt

Donnerstag, 8. Juli 2021

Kunst im Kraftwerk

Eine Veranstaltung der Young Members des Bucerius Kunst Forums

Svenja Maaß_Miguel Ferraz Foto

Mit seinem Flächenpotenzial, den unterschiedlichen Hallen und der denkmalgeschützten Substanz inspiriert das Kraftwerk Bille seit vielen Jahren regionale und internationale Kulturschaffende. Die Sanierung des Kulturdenkmals und die Entwicklung eines lebendigen Quartiers im Stadtteil Hammerbrook ist in Planung. 

Nach einer Führung durch das Kraftwerk besuchten wir die Künstlerin Svenja Maaß, die dort seit 2019 ihr Atelier hat. Sie hat an der HBK Braunschweig studiert und 2004 als Meisterschülerin abgeschlossen. Im Anschluss hatte sie verschiedene Lehraufträge für Malerei an der Universität Flensburg, der HBK Braunschweig und der HAW Hamburg. In ihren Malereien und Collagen arbeitet die Künstlerin häufig mit tierischen Figuren, spielt mit bekannten Materialien und fügt sie zu neuen Kompositionen zusammen.

Tickets und Infos unter https://www.buceriuskunstforum.de/veranstaltungen/kunst-im-kraftwerk

Foto: Miguel Ferraz

Samstag, 12. Juni 2021

nah / fern

nahfern_Blurred Edges

Eine Veranstaltung im Rahmen von blurred edges - Festival für aktuelle Musik in der Kesselhalle des Kraftwerk Bille
12. Juni 2021, 22 Uhr

Vier Musiker:innen loten in der Kesselhalle des Kraftwerk Bille die räumliche und musikalische Spannweite von Nähe und Distanz aus. Lisa Stick, Mona Steinwidder, Konstantin Bessonov und Simon Roessler bilden untereinander verschiedene Kombinationen aus Besetzungen und räumlichen Entfernungen. Vom „nahen“ Quartett über verschiedene Duo- und Trio-Gegenüberstellungen zu einem Ensemble ferner Solo-Positionen. Musikalische Nähe wird in diesem Experiment rhythmisch, melodisch und tonal erforscht. Reibungen in nächster rhythmischer Nähe erweitern sich zu freien harmonischen Feldern, verlieren sich in verhallten Clustern und treffen sich im direkten Gegenüber zweier Duos.

Mona Steinwidder: Klarinette, Synths
Lisa Stick: Posaune
Simon Roessler: E-Piano, Orgel, Synths
Konstantin Bessonov: Drums, Synths

Sonntag, 6. Juni 2021

PEAK HUMANITY/Resonance as Resilience

Blurred Egdes_Hoelzl

Live-Streaming im Rahmen von blurred edges - Festival für aktuelle Musik aus dem Ballsaal des Kraftwerk Bille
6. Juni 2021, 18 Uhr, über https://youtu.be/Z9mtwYuY_Lw

Sind wir am Höhepunkt der Menschheit? Kann es danach besser werden? Das multimediale Performance-Projekt Peak Humanity stellt dem Konkurrenz-Mantra “survival of the fittest” ein allen Lebewesen gemeinsames “survival of the best related” entgegen. Unter Bezug auf die oktatonische Skala als musikalischem “Peak of Humanity” agieren die fünf Performer*innen mit Stimme, Instrumenten und Bewegung, um neue abiotische Resonanzen und Allianzen anstelle des alten Lieds vom Wirtschaftswachstum zu finden. Von Apocalypso, The Abyss of Time und Extinction Blues spannen sie den Bogen zu Mutant Mambo und Cosmic Fragility, performten im Kraftwerk Bille, einem Relikt der industriellen Ära und der “carbon-based humanity.”

Peak Humanity ist das vierte Projekt von General Humanity, einem seit 2018 bestehenden Kollektiv für Theorie-Performance. Mehr Hintergründe zum Projekt (auf Englisch) auf General Humanity.

Mit: Ingrid Hoelzl: Klarinette, Stimme, Performance; Georgia Ch. Hoppe: Reeds, Mini-Elektronik; Emese Kovács: Tanz, Stimme, Performance; Marcia Lemke-Kern: Sopran, Viola, Performance; Frantz Loriot: Viola, Stimme, Performance

Georgia Ch. Hoppe: Komposition
Remi Marie: Dramaturgische Beratung, Text
Ingrid Hoelzl: Künstlerische Leitung, Recherche, Libretto
Sebastian Dutreuil/Sebastien Klotz: Wissenschaftliche Beratung

In Kollaboration mit der Zürcher Hochschule der Künste/MA Transdisziplinarität

Foto: Jakob Schulze-Rohr

Freitag, 26. Februar 2021

HALLO: Radiospiele X Kanal

 

Signale erklingen im X Kanal.
Der Kanal, der sich selbst durchkreuzt.
Der Kanal, dessen Kreuzungen zum Treffpunkt werden.

Die zweite Edition der HALLO: Radiospiele findet dort statt, wo sich Sendende und Empfangende begegnen und gemeinsam ihre Umgebung gestalten. Gänge werden gegraben und durchgespült. Arterien werden offiziell zum Schwimmen freigegeben. Systeme beulen sich aus und verengen sich wieder – je nach Brainstorm.

Vom 26.-28.02.2021 schickt Dich das Radioprogramm auf eine Reise durch die Leitung / www.halloradio.net / 18 Uhr
No directions – just navigation! Auf der Welle unterwegs mit Future Nuggets, Emol, Ferdinand Försch, Liv Neumann u.v.m.

Unsichtbare Freund*innen hört jeder Radiokörper.

Die HALLO: Radiospiele werden gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und den Musikfonds e.V. mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.