Kraftwerk Bille

 
Das Kraftwerk Bille, ein Fabrikensemble aus dem späten 19ten Jahrhundert, liegt im industriell geprägten Hamburger Osten, in Hammerbrook
Im Anschluss an die Entwicklung der HafenCity rückt die zentrale Lage Hammerbrooks in den Fokus der Stadtplanung und wird unter dem Motto »Raum für Stadtpioniere« Teil eines langfristig angelegten Entwicklungsprojektes. Die Nähe zum Stadtzentrum, die attraktive Wasserlage und die zahlreichen Grünräume versprechen für das Kraftwerk Bille vielgestaltige Perspektiven.
 
 

Events

Freitag, 25. Januar 2019

EUROPA – Eine Kunstschau im Kraftwerk Bille

Am 24. Januar wird die EUROPA-Lichtinstallation eingeweiht – ein Schriftzug aus 33 Neonröhren in ca. 24 Metern Höhe auf dem Kraftwerk Bille. Bis zu den Elbbrücken sichtbar, soll die Lichtinstallation ein wirksames Zeichen für ein geeintes und offenes Europa im öffentlichen Raum setzen.

Die Installation ist schon weit gereist und war bereits in Berlin an der St. Agnes Kirche sowie am Bühnenturm der Komischen Oper und in Bochum an der Jahrhunderthalle zu sehen. Derzeit leuchtet EUROPA im Zollverein Essen, in Nürnberg Auf AEG, im Tempelmuseum in Etsdorf bei Amberg, sowie erneut in Bochum am Schauspielhaus. Wir freuen uns, dass das Projekt – initiiert von dem Architekturbüro morePlatz – mit der Unterstützung zahlreicher Patinnen und Paten in Hamburg realisiert werden konnte. In diesem Zusammenhang möchten wir zu einer Kunstschau im Kraftwerk Bille laden.

In der Trafohalle präsentiert die Galerie Jochen Hempel eine 3-Kanal-Videoprojektion des Schweizer Künstlers Beat Streuli mit dem Titel Quai de l’Industrie. Fließend und still, stetig und in einem unaufgeregten Rhythmus löst sich ein Bild im nächsten auf. Die Szenen aus Brüssel zeigen jene spezifische Situation, die heute zumindest für den urbanen Menschen als geradezu archetypisch bezeichnet werden kann: wartend am Steuer eines Autos zu sitzen. Beat Streulis Bilder von Menschen, die sich nicht beobachtet fühlen und keinen Grund zur Pose haben, lassen uns teilhaben an einem flüchtigen, sich uns normalerweise entziehenden Moment intimer Selbstversunkenheit im öffentlichen Raum.

In der Kesselhalle lässt der bit.fall von Julius Popp aus Wassertropfen flüchtige Wörter entstehen, die aus mehreren Metern Höhe herabfallen. Der bit.fall ist mit dem Internet verbunden und filtert mittels eines Algorithmus relevante Begriffe heraus, die in diesem Moment mit Nachrichten zum Thema Europa verbunden sind. Die auf den ersten Blick sehr technologische Installation vermittelt auf sinnliche Weise zwischen der digitalen Welt und der analogen Wirklichkeit des Betrachters und visualisiert eindrucksvoll den flüchtigen Datenstrom, der unsere Gesellschaften und Systeme aktuell nachhaltig verändert.

In der Kohlenhalle ist die Videoarbeit Die Rückkehr des Hirten der spanischen Künstlerin Cristina Moreno García zu sehen. Die Bilder aus den spanischen Pyrenäen zeigen einen Schäfer, der seine Herde durchs offene Land führt. Die traumähnliche, poetische Stimmung steht dabei im Kontrast zu der gesellschaftspolitischen Situation der spanischen Jugend, mit der sich die Künstlerin hier beschäftigt. Das Video ist eine Allegorie, eine Erinnerung an eine nicht allzu ferne Vergangenheit; die Rückbesinnung auf vorhandene Ressourcen und traditionelle Arbeitsformen als Alternative zu Arbeitslosigkeit und Migration einer perspektivlosen Jugend.

Öffnungszeiten: 25. - 27.01. von 15-19 Uhr I Kraftwerk Bille - Bullerdeich 12-14, 20537 Hamburg

Donnerstag, 31. Januar 2019

AUSSTELLUNG + PRÄSENTATION + DISKUSSION: ZUKUNFTSIDEEN FÜR DAS BILLE LAND

 
Ein Entwurfsstudio der HafenCity Universität Hamburg, Studiengang Architektur, Fachgebiet Architektur + Landschaft (Prof. Antje Stokman, Dagmar Pelger, Renee Tribble, Björge Köhler) im Rahmen des Kooperationsprojekts „urban waters“ zwischen der HCU und dem IIT Chicago
 
Mit Beiträgen von: Moatas Abdel Rehim, Ertugrul Akkilic, Fethiye Arslan, Yeruti Arza Villalba, Naim Bag, Pilar Boissier Gonzalez, Edric Shan Chandra, Christopher de Vries, Garip Elleri, Jane Fannipour, Abdul Saboor Ghayour, Hassibullah Halimi, Johannes Hauer, Niclas Heydorn, Björn Matthes, Luisa-Maria Mextorf, Cidem Polat, Fatih Polat, Antonin Sambussy, Markus Wernke, Jeff Wriede, Qian Yu (5. Semester Bachelor, Architektur)
 
Unterstützung/ Inputs für das Entwurfsstudio: Frauke Woermann, Louisa Schwope (MIB Coloured Fields GmbH), Dorothee Halbrock, Julia Jost und Team (Hallo:e.V.), Wolfgang Vocilka (Bezirk Mitte), Anni Krause und Team (Verein für mobile Machenschaften e.V.), Martin Kohler, Amelie Rost, Prof. Martin Kläschen und Studierende (IIT College of Architecture, Illinois Institute of Technology, Chicago) sowie div. NachbarInnen, ExpertInnen und NutzerInnen aus der Nachbarschaft
 

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Adresse
Kraftwerk Bille
Bullerdeich 12-14 Anton-Ree-Weg 50
20537 Hamburg

 
 
 
Das Grundstück hat eine Gesamtgröße von 14.858 qm und befindet sich im Hamburger Südosten im Stadtteil Hammerbrook unweit der Elbbrücken.
Es grenzt östlich an den Anton-Ree-Weg und nördlich an den Bullerdeich. Im Süden hat das Kraftwerk eine direkte Wasserlage am Fluss Bille und einen großen Innenhof.
Im Westen wird es von der S-Bahn-Strecke S2 / S21 begrenzt. Die S-Bahn-Stationen Hammerbrook und Rothenburgsort sind zu Fuß ca. 15 min. / mit dem Auto 4 min. entfernt. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof beträgt 6 min. mit der S-Bahn und 7 min. mit dem Auto. Die HafenCity ist ca. 1,7 km entfernt.