HAUPTSACHE FREI #6 - Feierliche Eröffnung - HAUPTSACHE ONLINE

Leider muss die Eröffnung von Hauptsache Frei im Kraftwerk Bille aufgrund der Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus ausfallen. Das Team von Hauptsache Frei wird unter dem Motto "Hauptsache online" neue Inhalte statt in den Spielstätten online zeigen: http://www.hauptsachefrei.de/hauptsache-online/

"Die sechste Ausgabe von Hauptsache Frei wird leider nicht wie geplant durchgeführt werden können. Dennoch möchten wir den Künstler*innen von Hauptsache Frei #6, deren Produktionen nicht auf Bühnen präsentiert werden können, den Expert*innen des Rahmenprogramms, die ihr Wissen nicht in der geplanten Form teilen können, und natürlich unseren Festivalbesucher*innen, eine Plattform für Austausch und Vernetzung ermöglichen.
 
Dafür eröffnen wir im Festivalzeitraum 31. März bis 4. April unseren digitalen Raum HAUPTSACHE ONLINE: Zusammen mit allen Akteur*innen unseres Haupt- und Rahmenprogramms stellen wir uns der Herausforderung, ein ganzes Festival digital zu gestalten. Dabei rücken wir das gemeinsame Gespräch und das Experimentieren mit neuen Formaten, um über die eigene künstlerische Praxis zu berichten, in den Vordergrund: Wir freuen uns auf digitale Gesprächsrunden, digitale Proben, gemeinsames Abendbrot, digitale Workshops, Chatgespräche, Podcasts, gemeinsames Tanzen und wer weiß was noch alles passieren wird. Auch für uns wird es eine Premiere!
 
How to HAUPTSACHE ONLINE? Zu den Infos und unserem Zoom Tutorial. Wir sehen uns bei ZOOM!"

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Hamburgs Freie Szene präsentiert sich: dicht und kompakt an fünf Tagen, maximal variantenreich an den unterschiedlichsten Orten - für das Publikum herausfordernd, überraschend und inspirierend gleichermaßen. Die Hochgeschwindigkeitsfahrt durch Genres, Themen und Formen führt an bekannte Orte wie das Lichthof Theater, das Sprechwerk, den Resonanzraum, das Fundus Theater, das Monsun Theater, K3 | Tanzplan Hamburg und Kampnagel, und entdeckt immer wieder auch neue: in diesem Jahr u.a. die Schaltzentrale und das Kraftwerk Bille, das MUT! Theater, der Kunstverein und die Wiese. Ein dichtes Hauptprogramm aus sehr unterschiedlichen Bühnenproduktionen wird flankiert durch die Nachwuchsplattform WE PRESENT. Workshops und Diskurse fordern im umfangreichen Rahmenprogramm zu Austausch und Dialog – weitergeführt werden die Schwerpunkte zu Digitalität in den Darstellenden Künsten und zu Künstlerischer Forschung. Daneben bleibt wie immer genügend Raum zur Vernetzung, zum Gespräch und zum gemeinsamen Feiern.

Infos: hauptsachefrei.de

Dienstag, 31. März | 19:00 | Feierliche Eröffnung von Hauptsache Frei #6 | Kraftwerk Bille

Das Kraftwerk Bille steht für das Innovationspotenzial, das die freien darstellenden Künste für die Hamburger Stadtgesellschaft entfalten können: In dem riesigen Industrie-Ensemble hat z.B. der Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur mit der Schaltzentrale, mit den Hallo: Festspielen, mit Residenzen, Gesprächen, Performances, Ausstellungen, und performativen Führungen gezeigt, wie die imposanten Räumlichkeiten des Areals einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Auch das Festival Hauptsache Frei war im vergangenen Jahr mit WE PRESENT im Kraftwerk zu Gast: Die besonderen Narrative und Formate, die Jetzigkeit und die hohe Flexibilität der freien Produktionen werden hier zu einem Motor der Transformation eines Stadtteils. Die Begleitung und Verhandlung von Transformationsprozessen wird auch in vielen überregionalen Zusammenhängen nicht nur mit vielen Fördergelderhöhungen gewertschätzt, sondern auch mit immer besserer Sichtbarkeit belohnt.

Janina Benduski, Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Freie Darstellende Künste, wird darauf in ihrem Grußwort eingehen, weitere Grußworte erwarten wir vom Vorstand des Dachverband freie darstellende Künste Hamburgs, des Trägervereins des Festivals sowie der Behörde für Kultur und Medien. Dann folgen inhaltliche Positionen von Mahmut Canbay, der als Leiter des MUT! Theaters zur Rolle (post-)migrantischer Perspektiven in der Hamburgischen Theaterlandschaft spricht sowie auf die Kuratorin Felizitas Stilleke, die Freundschaft als strukturelles Prinzip eines Kulturbetriebs formuliert und auf den Abgeordneten Johannes Kahrs, der die Wichtigkeit von Räumen und Institutionen in Demokratie und Kulturlandschaft sein wird.

Im Anschluss an die Tanzperformance 2666 freuen wir uns, mit allen gemeinsam den Start von Hauptsache Frei #6 in der Schaltzentrale zu feiern.

2666

Dienstag, 31. März | 20:00-20:40 Uhr | Tanzperformance | Kraftwerk Bille

Konzept, Choreografie und künstlerische Leitung Yolanda Morales Tanz Damini Gairola, Ton Bogataj, Yolanda Morales Komposition und Live-Musik Christopher Ramm Stimme Thordis M. Meyer Dramaturgische Beratung Michelle Affolter, Barbara Schmidt- Rohr Kostüme Simone Ballüer Videodokumentation und Fotografie Daniel Dömölky Mentoring Ursina Tossi

In einer Welt, in der Gewalt systematisiert und normalisiert wird, absolvieren drei Frauen* in einem Setting der Resistenz und Selbstverteidigung ein Überlebenstraining. Wie in einem Videospiel nehmen die drei Tänzer*innen Charakterzüge fiktiver Figuren an und entwickeln Bewegungen, die Algorithmen rhythmischer Wiederholungen und energetischer Variationen gehorchen. Inspiriert vom Roman „2666“ des chilenischen Schriftstellers Roberto Bolaño, der Gewalt gegen Frauen* in Mexiko thematisiert und von der Ästhetik der Arcade Videospiele, ist die Tanzproduktion der Choreografin Yolanda Morales ein Spiel ums Überleben in 2,666 Sekunden. Begleitet von pulsierender elektronischer Musik, getrieben von einer das System repräsentierenden Live-Stimme und von Effekten verzerrten Live-Vocals, entwickeln die Performer*innen spezifische Fähigkeiten der Kontrolle und des Reagierens in einem System, das schwer zu verlassen ist.

Eine Koproduktion von K3 Zentrum für Choreographie I Tanzplan Hamburg im Rahmen von Limited Edition. Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

Yolanda Morales ist Tänzerin und Choreografin. An der Universität Puebla und Chiapas in Mexiko wurde sie zur Tänzerin ausgebildet. Sie studierte Performance Studies (MA) an der Universität Hamburg und DaF an der Universität Leipzig. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit politischen Themen in utopischen und dystopischen Räumen.

 

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